Altersrente für schwerbehinderte Menschen
Diese Altersrente unterscheidet sich von derjenigen für langjährig Versicherte dadurch, dass sie
1. bereits mit Vollendung des 62. Lebensjahres beginnen kann und
2. grundsätzlich nur schwerbehinderte Menschen erhalten können.
Begünstigt sind all diejenigen, die einen Grad der Behinderung von wenigstens 50 aufweisen, was in der Regel durch einen Schwerbehindertenausweis nachzuweisen ist.
Anspruch auf diese Altersrente können auch Versicherte haben, die vor dem 1. Januar 1951 geboren und zwar nicht schwerbehindert, wohl aber nach dem Ende 2000 geltenden Recht berufs- oder erwerbsunfähig sind. Dies wird vom Rentenversicherungsträger ggf. auch noch im Jahre 2010 oder später festzustellen sein. Wer bereits eine solche Rente bezieht, gehört ohne erneute Untersuchung zu den Berechtigten.
Vor 1964 Geborene können diese Altersrente auch schon vor Vollendung des 62. Lebensjahres beanspruchen:
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Geburtsjahr und - monat |
Frühestmögliche Inanspruchnahme ab Alter |
Geburtsjahr |
Frühestmögliche Inanspruchnahme ab Alter |
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Jahr |
Monate |
|
Jahr |
Monate |
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bis 1951 |
60 |
0 |
1953 |
60 |
7 |
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1952 Januar |
60 |
1 |
1954 |
60 |
8 |
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1952 Februar |
60 |
2 |
1955 |
60 |
9 |
|
1952 März |
60 |
3 |
1956 |
60 |
10 |
|
1952 April |
60 |
4 |
1957 |
60 |
11 |
|
1952 Mai |
60 |
5 |
1958 |
61 |
0 |
|
1952 Juni |
60 |
6 |
1959 |
61 |
2 |
|
1952 Juli |
60 |
6 |
1960 |
61 |
4 |
|
1952 August |
60 |
6 |
1961 |
61 |
6 |
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1952 September |
60 |
6 |
1962 |
61 |
8 |
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1952 Oktober |
60 |
6 |
1963 |
61 |
10 |
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1952 November |
60 |
6 |
1964 und später |
62 |
0 |
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1952 Dezember |
60 |
6 |
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Wer diese Altersrente vor Erreichen des Referenzalters von langfristig 65 Jahren in Anspruch nimmt, muss für jeden Monat des vorzeitigen Rentenbezugs Abschläge in Kauf nehmen.
Das Referenzalter betrug für vor 1941 Geborene 60 Jahre, d.h. es gab keine Abschläge. Seit 2001 ist es stufenweise bis auf 63 Jahre angehoben worden. Durch das RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz wird es weiter auf 65 Jahre (für ab 1964 Geborene) heraufgesetzt.
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Geburtsjahr und – monat |
Referenzalter |
Geburtsjahr |
Referenzalter |
||
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|
Jahr |
Monate |
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Jahr |
Monate |
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vor 1941 |
60 |
0 |
1953 |
63 |
7 |
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1941 Januar |
60 |
1 |
1954 |
63 |
8 |
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…. |
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1955 |
63 |
9 |
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1944 bis 1951 |
63 |
0 |
1956 |
63 |
10 |
|
1952 Januar |
63 |
1 |
1957 |
63 |
11 |
|
1952 Februar |
63 |
2 |
1958 |
64 |
0 |
|
1952 März |
63 |
3 |
1959 |
64 |
2 |
|
1952 April |
63 |
4 |
1960 |
64 |
4 |
|
1952 Mai |
63 |
5 |
1961 |
64 |
6 |
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1952 Juni-Dezember |
63 |
6 |
1962 |
64 |
8 |
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1963 |
64 |
10 |
Wer vor dem 17. November 1950 geboren ist und am 16. November 2000 schwerbehindert oder berufs- bzw. erwerbsunfähig war, kann ohne Abschläge in Rente gehen!
Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze gelten bestimmte Hinzuverdienstgrenzen. Man kann die Altersrente auch als Teilrente in Anspruch nehmen.
Ist die Altersrente einmal bewilligt worden, ist ein Wechsel in eine andere Rente grundsätzliche ausgeschlossen. Wer also beispielsweise mit 62 Jahren
schon die Wartezeit von 45 Jahren für eine Altersrente für besonders langjährig Versicherte erfüllt hat, muss trotzdem – ohne Rentenbezug – bis zum Alter 65 warten, um eine abschlagsfreie Rente zu erhalten,
eine höhere Rente wegen voller Erwerbsminderung ( wegen eines günstigeren Referenzalters und damit geringerer Abschläge) erhalten kann, muss sich nach Erhalt des Rentenbescheides kurzfristig entscheiden, ob er die niedrigere Altersrente für schwerbehinderte Menschen behalten oder die höher Rente wegen Erwerbsminderung beanspruchen will.
Bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit wird deren bisheriges Referenzalter von 63 Jahren nicht angehoben, wenn insgesamt 40 Jahre an Zeiten vorhanden sind, die auch auf die Wartezeit von 45 Jahren angerechnet werden. In der Anhebungsphase der Regelaltersgrenze reichen für das Beibehalten des Referenzalters „63" auch weniger Jahre mit solchen Zeiten. Es kann deshalb vorteilhafter sein, eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in Anspruch zu nehmen, wenn auch dafür die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen.
Altersrente für besonders langjährig Versicherte